Historie

Wie alles begann:

BRK Sanitätskolonne, Ortsgruppe Zusmarshausen – Dinkelscherben

Am 01. August 1928 raste ein voll besetzter Personenzug, wohl wegen eines Stellwerkfehler im Bahnhof Dinkelscherben auf einen stehenden Güterzug. Die Vorderräder der Lokomotive lagen in zwölf Meter Höhe auf dem aufgerissenen Güterwagen so berichtete ein Augenzeuge. Insgesamt kamen 23 Menschen um´s Leben und 50 wurden schwer verletzt. Zu dieser Zeit gab es weder Sanitäter noch einen Krankentransport in Dinkelscherben. Ärzte und Apotheker des Dorfes eilten herbei um Erste Hilfe zu leisten. Da nur eine Tragbahre vorhanden war wurden die Verletzten mit Bänken und ähnlichem in eine nahegelegene Wirtschaft transportiert, die als Notlazarett eingerichtet wurde.

Dieses Ereignis war wohl die Initialzündung zur Gründung einer Sanitätskolonne.

1929 gründete Dr. Simon, ein Krankenhausarzt, eine freiwillige Sanitätskolonne, der etwa 30 junge Männer aus Zus und Umgebung angehörten. Gleichzeitig gründete Frau Simon eine Frauenbereitschaft. Dr. Simon bildete die Sanitäter aus, welche fortan vor allem bei Krankentransporten und bei Großveranstaltungen eingesetzt wurden. Während des 2. Krieges wurde diese Kolonne wieder aufgelöst.

Nach dem Krieg wurde ein Krankentransportauto beschafft, dass jahrelang vom Hausmeister des Krankenhauses allein betrieben wurde, der zuvor sämtliche Transporte von Kranken mit einem Pferdeanhänger bewältigte und dabei keinen einzigen Patienten verlor.  Karl Günther alias „Rettungs- oder Virginia Karre“  trat am 01. Juli 1929 in die damalige Kolonne Steppach, Zug Zusmarshausen ein. Virginia Karre war durch und durch ein Rot-Kreuzler und ist noch heute ein Vorbild für uns alle!

1959 riefen Dr. Benno Aumann und Hans Schmied die neue Kolonne ins Leben, welche bis 1964 mit Fischach zusammen geschlossen war. Danach wurde die eigenständige Kolonne Dinkelscherben – Zusmarshausen gegründet.

Bis 1974 wirkte Josef Zeisberger als Chef der Gruppe, dann übernahm Alfred Zimmermann das Kommando bis 1981, welches er mit viel Idealismus ausübte.

Die Frauenbereitschaft wurde ab 1973 von Maria Hafner geführt. 1977 gab es dann in Zusmarshausen den ersten Rettungswagen und 1978 wurde die leerstehende Waschküche im Kreiskrankenhaus zur neuen Rettungswache umgebaut. Die freiwillige Rot-Kreuz-Wache wurde n eine hauptamtliche Dienststelle umgewandelt und ist seitdem 365 Tage im Jahr rund um die Uhr besetzt.

Die ersten Mitarbeiter, außer Virginia-Karre, waren Peter Zimmermann, der erste Wachleiter und Peter Hirschberger, später kamen Anton Knöpfle und Werner Müller hinzu.

1981 wurde Alfred Zimmermann von Walter Hofmann abgelöst der sage und schreibe 28 Jahre Bereitschaftsleiter war.

1996 gründeten wir die Schnelleinsatzgruppe (SEG) in Zusmarshausen, seither halten 15 freiwillige Piepserträger rund und die Uhr den Betrieb aufrecht. Die SEG ist mittlerweile mit einem Rettungswagen (RTW) und einem Einsatzleitfahrzeug Rettungsdienst (ELRD) ausgestattet.